Samstag, 17. November 2012

Kleine Geschichte des Fast Foods

Warum isst man in westlichen Gesellschaften Fast Food, welche Hintergründe liegen dem zugrunde? Ich hab mich mal ein bisschen ins Thema vertieft und interessante Entdeckungen gemacht. Ich muss derzeit meine wissenschaftliche Arbeitsweise trainieren, darum könnt ihr davon ausgehen, dass meine Angaben auf verlässlichen Quellen basieren :)

"Fast Food kann nur gedeihen, wo Mobilität und Fluktuation positiv besetzt sind", so Christoph Wagner in seinem Buch "Fast schon Food" (Köln, 2010).
Schnelles Essen gab es schon in antiker Zeit, wie z.B. während des Kriegs (sog. "Erbswurst"). Es gab damals die Fliegenden Händler, die Bratfische, gefüllte Feigenblätter und Brot auf der Straße verkauften. Diese antiken Snacks wurden auch einfach von der Hand zum Mund gegessen, ohne Besteck und ohne Teller. In Rom gab es Pastetenbäcker, die Teigwaren verkauften.
Auch in den römischen Badehäusern gab es Garküchen, die "popinae", wo die Besucher Wein, Würstchen und Kuchen verzehren konnten. Auch in Tokio gab es bereits im 17. Jahrhundert Sushi, das man auf der Straße kaufen konnte. Auch in Mesopotamien und im mittelalterlichen Orient gab es öffentliche Garküchen.

Schon in früherer Zeit hatten die Menschen also das Bedürfnis, unterwegs etwas essen zu können. Oft resultierte es aus dem Tagesablauf und den Tätigkeiten der Menschen.

Im 18. Jahrhundert kam dann das Picknick als neue Form öffentlichen Essens auf. Man packte zuhause den Picknickkorb mit Dingen, die heute als Fast Food bekannt ist Würstchen, Frikadellen, Pizza.

Die Industrialisierung brachte es später mit sich, dass Arbeiten und Wohnen in zwei Bereiche getrennt wurden. Also musste man außer Haus essen. Es entstand das Bedürfnis, schnell und günstig essen zu können. Auf diese Weise entstand z.B. 1902 das erste "Automatenbuffet", aus dem man kaltes und warmes Essen purzelte.

Schon 1882 gab es das erste Self-Service Restaurant, das Pommes Frites, Hamburger und Currywurst anbot!

Fast Food ist eine Folge unsere westlichen Zivilisation. Überall essen zu können und zu wollen, hat sich aus unseren Lebensumständen ergeben und vor allem aus der Trennung von Arbeiten und Wohnen.

Quelle: Schirrmeister, Claudia (2010): Bratwurst oder Lachsmousse. Die Symbolik des Essens- Betrachtungen zur Esskultur. Bielefeld, 2010.

Mittwoch, 14. November 2012

Wie genau ändert sich mein Körpergefühl bei Sport?

Ich habe es ja schon mehrfach geschrieben, dass ich regelmäßig Sport mache. Früher während meiner Bulimie aber leider gar nicht. Dabei hätte mir das damals bestimmt gut getan.
Meine präferierte Tageszeit ist der Morgen. So mache ich mich nicht von meinem Tagesablauf abhängig. Wenn ich spontan z.B. abends etwas unternehmen will und dann keinen Sport machen kann, würde das nicht funktionieren. Daher wäre mein Tipp: sucht euch eine angenehme Tageszeit aus, die für euch am besten in den Tagesablauf passt. So ist die Gefahr, dass man den Sport verschiebt, am geringsten.
Aber zurück zum Körpergefühl. Nach dem Sport bin ich angenehm ausgepowert. Ich bin schön wach und nach der Dusche fühle ich mich richtig frisch. Ich spüre meinen Körper, auf eine angenehme Weise. Ich weiß, dass er funktioniert. Und das Gute am Morgensport ist auch: man hat gleich am Anfang des Tages ein Erfolgserlebnis.
Meine Körperproportionen haben sich auch positiv verändert. Ich bin "definierter". Das ist ein super Gefühl, und selbst wenn ich jetzt ein bisschen zunehme, merke ich es nicht direkt, sondern habe den Eindruck, dass es auch besser verteilt wird.
Das Körpergefühl ist den ganzen Tag über gut, hat mehr Kondition und ist auch konzentrierter. Die Kondition vereinfacht ganz normale Alltagssituationen: wenn ich zum Bus renne beispielsweise oder eine lange Treppe hochsteige. Mann, da hab ich früher teilweise echt geschwitzt.
Nix wie ran, wäre mein Rat.