Freitag, 13. April 2012

Tipp: Arte - Schlachtfelder der Schönheit

Auf Arte gab es einen Themenabend zum Thema Schönheitsideale und alles, was sich darum dreht. Die Videos findet ihr auf der rechten Seite, wenn ihr dem Link folgt.
Die Beiträge sind super, emotional, vielseitig und einfach ehrlich. Vor allem das Video über Paul McKenna Ich mach dich schlank ist wirklich empfehlenswert. Obwohl ich den Titel etwas ... "verwirrend" finde :) Er stellt darin 4 Goldene Regeln auf, die eigentlich jedem etwas bringen können, der normal essen will:
  • Regel Nr. 1: Wenn ihr hungrig seid, geht und esst. 
  • Regel Nr. 2: Wenn ihr esst, esst was ihr wollt und nicht das, wovon ihr denkt, dass ihr es essen solltet.
  • Regel Nr. 3: In Zukunft, wann auch immer ihr esst, esst bewusst.
  • Regel Nr. 4: Wenn ihr denkt, ihr seid satt, hört auf zu essen.
Ich weiß, die Regeln hören sich schwer umsetzbar an (ist schwer extrem oder extremst untertrieben?)... man kann ja trotzdem mal drüber nachdenken und sich die Aussagen dieses Typen etwas näher zu Gemüte führen.

Auftreten und Selbstsicherheit

Wie ich auf andere wirke, hat nicht nur etwas mit meinem Selbstbewusstsein zu tun. Es kann auch eine Übungssache sein. Je nachdem, was ich damit bewirken will. Aber ich kann davon wegkommen, immer als unsicheres und schüchternes kleines Mädchen wahrgenommen zu werden. Das wiederum nie ernstgenommen wird. Ehrlichgesagt, nehme ich solche Leute auch nicht ernst, denn jemand, der sich selbst nicht für voll nimmt, gibt mir auch keinen Grund dafür, ihn ernst zu nehmen.
Der Anfang liegt also bei uns selbst. Hier können altbewährte Methoden helfen (z.B. NLP), aber auch ganz simple Übungen. Sätze, die ich mir immer wieder einsage, und die zum Matra und selbstbewahrheiteten Prophezeiung werden. Es gibt genügend Beweise für die Wirkung solcher Methoden. Ein Beispiel ist der sog. „Rosenthal-Effekt“. Den Lehrern einer Schule wurde erzählt, man hätte Intelligenztests bei den Schülern durchgeführt. Ihnen wurden dann angebliche IQs der Schüler preisgegeben. Jede Schülergruppe entwickelte sich gemäß ihrer Prophezeiung- die eine zum Guten, die andere zum Schlechten, weil die Lehrer die Schüler wohl unbewusst unterschiedlich behandelten. 
Was will ich damit sagen? Glaub an dich, es ist nachgewiesenermaßen wirksam. Wenn du selbst an dich glaubst, dann entwickelst du dich in die gegebene Richtung. Sag dir jeden Tag, dass du es schaffst. Dass du was drauf hast. Dass du locker gegen andere ankommst. Dass du gut aussiehst. Dass du liebenswert bist.
Wenn es nun darum geht, sich nach außen hin zu präsentieren, dann heißt das nicht, anderen etwas vorzumachen. Eine Maske aufzusetzen, etwas vorzuspielen, was man gar nicht ist. Nein, es geht darum, sich selbst respektvoll darzustellen und so die Grundlage zu schaffen, dass mich auch die anderen respektvoll behandeln. Es geht nicht um augeblasenes Gehabe, nicht um Arroganz. Es geht darum, sich selbst ernst zu nehmen. Und das nach außen hin zu zeigen.

Ein Anfang ist auch schon damit getan, so zu tun als wäre man schon selbstsicher. Was dann passiert? Ihr erfahrt euch in einer neuen Rollen, nämlich in der einer selbstsicheren Person und könnt das Gefühl schonmal testen.
Probiert es mal aus :)

Mittwoch, 11. April 2012

Ängste überwinden

Viele Menschen mit einem ungesunden Essverhalten schlagen sich mit Ängsten herum. Das können ganz unterschiedliche Ängste sein, z.B. Angst in sozialen Situationen: "was denken die anderen über mich. Ich sehe bestimmt wieder peinlich aus" usw.
Eine Sache, die auch ich in dieser Situation gemacht habe (hatte selbst jahrelang soziale Hemmungen), war, mich der Situation direkt auszusetzen. Und es dann immer wieder und immer wieder zu tun.
Auf der Seite von Alexander Witt habe ich eine echt lustige Liste mit Dingen gefunden, wie man seine Hemmungen abbauen kann: klick hier.
Probiert es aus, mir hat das tatsächlich geholfen.

Dienstag, 10. April 2012

Satt kenn ich nicht.

Kennen wir das nicht irgendwo her?
"Satt kenn ich nicht. Entweder ich hab Hunger oder mir ist schlecht!"
(aus dem Film "Jede Menge Kohle")

Montag, 9. April 2012

Warum die Industrie von Bulimikern profitiert.

Was hat die Industrie mit meinem Essverhalten zu tun?
Nun, diese Verbindung ist nicht aus der Luft gegriffen. Vor allem die Kosmetik-, die Lebensmittel- und die Nahrungsergänzungsindustrie verdienen nicht schlecht daran, dass sich so viele Mädels und Frauen unwohl in ihrer Haut fühlen. Welches Modemagazin kommt heutzutage noch ohne schlanke Models, ohne Diät-Tipps und ohne Magerwahn-Geschichten aus? Ich kenne keins.
Bulimikerinnen, mit ihrer ständigen Unzufriedenheit mit sich selbst, sind also eine wahre Goldgrube.
Von allen Seiten wird jungen Frauen eingeredet, sie seien zu dick, zu hässlich, hätten zuviele Falten und zu undiszpliniert. Denn eigentlich wäre ja alles ganz einfach (stimmt aber nicht: dazu passt auch das hier) und du stelltest dich einfach zu dumm an). Kauf doch einfach ihre Produkte, und schon siehst du wenigstens ein bisschen besser aus. Doch schon in der Werbung wirst du angelogen. Bestimmt kennt jeder von euch dieses Video:



Bei Hautpflegeprodukten ist es sogar so, dass sie eigentlich gar nicht richtig wirken dürfen- denn dann wären sie Arzneimittel. Antifaltencremes usw. dürfen nur in die obersten Hautschichten eindringen, Falten entstehen aber viel tiefer. Also lieber zweimal überlegen, ob man sich damit wirklich einen Gefallen tut oder nur sein Geld los wird.
Aber nicht nur in der Werbung wird man Opfer des Schlankheits- und Schönheitswahns. Auch z.B. bei Facebook kann ein mangelndes Selbstbewusstsein und gestörtes Essverhalten seinen Anfang finden.
An jeder Ecke will man dir einreden, dass du nicht in Ordnung bist. Aber weißt du was? Sch.... drauf. Lass dir von niemandem etwas einreden, schon gar nicht von der Industrie, die dir nur ihren wirkungslosen Müll andrehen will.
Zum Glück habe ich meinen Fernseher vor einigen Jahren abgeschafft, denn jedes Mal, wenn ich ihn anschalte, dreht sich mir der Magen um. Kein Wunder, dass sich die Welt junger Frauen teilweise nur noch um ihr Aussehen dreht. Auch Erwachsene schauen GNTM und ähnlichen Müll.
Auch dort will man den Zuschauern die wunderbaren Errungenschaften der modernen Kosmetikindustrie natürlich nicht vorenthalten.
Und die Entwicklung schreitet stetig voran: schon junge Grundschulmädchen leben ganz in ihrer Prinzessinnenwelt, auch hier ist das hübsche, nette Aussehen das A und O. Den Link zum entsprechenden Artikel findet ihr hier. So legt die Spielwarenindustrie schön den Grundstein zu einer Generation von Frauen, deren einziges Streben das Streben nach Schönheit und Makellosigkeit zu sein scheint.
In welcher Welt leben wir eigentlich?